Propaeduetikum Statement | Workplace by Facebook - Ein Social Network für Unternehmen

irena.grbic.uni-linz, 9. November 2016, 15:27

 

In den vergangenen Jahren wurde die Nutzung von Facebook während der Arbeitszeit oftmals diskutiert. Zahlreiche Unternehmen griffen dabei hart durch und sperrten die Plattform kurzerhand. Bald könnten jedoch Arbeitgeber Facebook wieder an Bord holen. Denn der IT-Konzern launcht nun offiziell seine Plattform "Workplace by Facebook". (Vgl. Q2)

 

Quelle: Vgl. Q1

 

Bereits Anfang 2015 wurde die Plattform von Facebook vorgestellt. Damals wurde sie noch unter dem Namen "Facebook at Work" präsentiert. (Vgl. Q3) Rund 1000 Organisationen verwenden den Dienst bereits. Dies wurde in einem Blogbeitrag von Facebook erklärt. (Q4) Dazu zählen Unternehmen wie Danone, Booking.com oder auch die Telekom Austria Group. Auch Facebook selbst nutzt die neue Plattform um intern zu kommunizieren. (Vgl. Q2)

Die Nutzeroperfläche ist im Prinzip die selbe, wie das bekannte Facebook-Interface. Dies soll die Einarbeitungszeiten der Mitarbeiter minimieren. Der Funktionsumfang kommt dem "originalen" Facebook ebenfalls sehr nahe. Lediglich werden die Gruppen bei Workplace von Teams innerhalb eines Unternehmens gegründet, um somit eine unternehmensinterne Kommunikation zu ermöglichen. (Vgl. Q6)

Quelle: Vgl. Q7

 

Workplace by Facebook lebt von Gruppen, denn die gesmate Kommunikation und Kollaboration funktioniert darüber. Die Gruppenmitglieder unterscheiden sich zwischen bspw. Kundenteams, Standorten oder sogar ganzen Ländern. Somit wird durch das Kollaborationstool die Zusammenarbeit zwischen räumlich getrennten Teammitgliedern einfacher gestaltet  und die E-Mail-Fluten werden durch Beiträge und Kommentare minimiert. Die unterschiedlichen Gruppen können offen, geschlossen sowie geheim sein. Kurz gesagt: Das Tool eignet sich optimal bei dezentralen, größeren Organisationen. (Vgl. Q8)

Es wird eine transparente Mitarbeiterkultur ermöglicht, da alle Mitarbeiter mit ihren Arbeitsprofilen sichtbar sind. Man muss die Kollegen nicht erst umständlich als Freund adden und muss nicht auf die Bestätigung warten, wie bei dem bekannten Facebook für private Zwecke. Darüber hinaus bleiben Beiträge von Kollegen, die nicht mehr im Unternehmen beschäftigt sind ebenfalls erhalten. Der einzige Nachteil hierbei ist, dass ehemalige Mitarbeiter nicht automatisch gelöscht werden sondern vom Admin manuell entfernt werden mussen. Eine automatische Löschung ist von Facebook noch nicht angedacht. (Vgl. Q8)

Für das Management bietet Facebook Statistiken über die Anzahl der beanspruchten Konten, der mobilen Nutzer, die aktiven Gruppen, die geteilten Inhalte und auch Nachrichtenstatistiken werden angeboten. Laut Facebook basiert dies alles auf einem allgemeinen Level und soll nicht auf die einzelnen Mitarbeiter zurückführbar sein. (Vgl. Q9)

 

Konkurrenz für bestehende Kollaborationstools

Der Markt in den Facebook nun einsteigt befindet sich zurzeit im Wandel, ist aber auch hart umkämpft. Bekannte Anbieter wie Slack versuchen ebenfalls bestehende Strukturen aufzubrechen. Darüber hinaus möchte der Konzern Microsoft seine mächtige Position in Unternehmen mit Angeboten wie Yammer oder Skype weiterhin behalten. (Vgl. Q3)

 

Kosten von Workplace by Facebook

Im Gegensatz zum privaten Facebook, welches sich über Werbung finanziert und somit für den Nutzer kostenlos ist, kostet Workplace by Facebook. Zu Beginn der Nutzung befinden sich Unternehmen in einer dreimonatigen Gratis-Testphase. Diese startet jedoch erst am 1. Jänner 2017. Danach werden pro aktiven Nutzer zwischen ein und drei Dollar pro Monat in Rechnung gestellt. (Vgl. Q2)

Übersicht Preisgestaltung (Vgl. Q10)

  • drei Dollar für Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeiter
  • zwei Dollar für Unternehmen mit bis zu 10.000 Mitarbeiter
  • einen Dollar für Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeiter

Non-Profit-Unternehmen und Bildungseinrichtungen müssen keine Gebühr bezahlen. (Vgl. Q2)

 Quelle: Vgl. Q11

 

Fazit

Workplace könnte für einige Unternehmen eine interessante Alternative zu Yammer oder anderen Kollaborationstools werden. Besonders das bekannte User-Interface erleichtert den Umgang mit dem Tool und verkürzt die Einarbeitungszeit. (Vgl. Q6)

 

Quellen

 Q1:

http://www.thetimes.co.uk/imageserver/image/methode%2Ftimes%2Fprod%2Fweb%2Fbin%2Fde6ceaf0-93bc-11e6-9cf8-8194c22ea509.jpg?crop=4893,2752,0,255 (abgerufen am 20.10.2016)

Q2:

http://diepresse.com/home/techscience/internet/5099722/Facebook-will-mit-PlattformAbleger-in-die-Unternehmen?from=suche.intern.portal (abgerufen am 20.10.2016)

Q3:

https://kurier.at/wirtschaft/workplace-by-facebook-soll-kommen/224.772.758 (abgerufen am 20.10.2016)

Q4:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/workplace-by-facebook-daumen-hoch-fuer-die-kollegen/14667388.html (abgerufen am 20.10.2016)

Q6:

http://t3n.de/news/workplace-by-facebook-754125/ (abgerufen am 20.10.2016)

Q7:

http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2016/10/workpace-by-facebook-4-620x373.jpg (abgerufen am 20.10.2016)

Q8:

http://www.horizont.net/tech/kommentare/Workplace-by-Facebook-So-funktioniert-das-Tool-fuer-Unternehmen-143408 (abgerufen am 20.10.2016)

Q9:

http://allfacebook.de/news/facebook-at-work (abgerufen am 20.10.2016)

Q10:

https://futurezone.at/produkte/facebook-startet-firmenplattform/224.827.134 (abgerufen am 20.10.2016)

Q11:

http://allfacebook.de/wp-content/uploads/2016/10/pricing.jpg (abgerufen am 20.10.2016)

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