Umberto Eco

Im folgenden Blogbeitrag habe ich versucht, diverse Aussagen von Umberto Eco im Interview (Q1) mit Inhalten aus unserer Lehrveranstaltung Webkommunikation zu verbinden.

 „Was nun ist das Internet? Man könnte meinen es sei eine praktische Liste, denn es enthält alle Webseiten zu einem gewissen Thema. Aber es ist auch potentiell unendlich. das heißt wenn jemand jede der Millionen Seiten anklickte, wäre die erste bereits wieder verschwunden und durch andere ersetzt wenn er am Ende angelangt wäre. Theoretisch kann man also bis in alle  Unendlichkeit im Internet surfen.“ (14.40 - 15:12)

„...es ist gar nicht sicher, dass die Webseiten von wirklich existenten Dingen berichten, denn viele sind falsch enthalten Phantasien oder historische Irrtümer. Das Internet ist ein ziemlich neues Phänomen in der Geschichte der Listen, denn es ist unendlich und somit schwindelerregend.“ (15:15-15:30)

Zu Beginn des Interviews sprechen Norbert Bischofberger und Umberto Eco über sein Buch „die unendliche Liste“. Dabei bezieht sich Eco auf die große und unüberblickbare Masse an Informationen im Internet. Keiner von uns ist in der Lage, sämtliche Webseiten im Netz zu lesen und das Wissen aufzunehmen. Die Informationen sind im ständigen Wandel, und in Zeiten des Web 2.0 können auch die Nutzer Inhalte einstellen. Eco spricht hier auch die Unkontrollierbarkeit an, denn er erwähnt, dass man nie sicher sein kann, dass die gefundenen Informationen auch der Wahrheit entsprechen und nicht einfach nur frei erfunden sind. Im Internet haben wir also eine Freiheit, Informationen und die eigene Meinung an zahlreiche Empfänger zu verteilen, die es so noch nie gegeben hat.

 

„Die Semiotik befasst sich mit der unendlichen nicht nur verbalen Methode mit der sich Menschen über Dinge unterhalten können, die nicht hier sind. [...] Die Semiotik befasst sich auch mit den verschiedenen Arten, mit denen wir die Wahrheit angehen oder wie wir lügen.“ (31:52 - 32:35)

Umberto Eco spricht im Interview auch die Semiotik an. Im Zuge unserer Lehrveranstaltung haben wir ebenfalls einige  Vorträge und Präsentationen zum Thema gehört. Die Semiotik beschäftigt sich mit „Zeichen aller Art, deren Codierung und Decodierung, deren Interpretation und Sinngebung“. (Q2) In unserer Gesellschaft haben sich zahlreiche Zeichen und Codes etabliert, welche für uns selbstverständlich mit einer Bedeutung assoziiert werden. Betrachtet man beispielsweise den Straßenverkehr – die Signalfarbe rot  hat sich in unserem Kopf als „Achtung“, „Warnung“, „Gefahr“ oder „Stopp“ eingebrannt, würde man die Bedeutung von heute auf morgen ändern, würde vermutlich ein Verkehrschaos ausbrechen. Nicht nur im Straßenverkehr leben wir mit Zeichen und Codes. Für das gesamte gesellschaftliche Zusammenleben haben sich gewisse Verhaltensweisen etabliert.

 

"Wenn es 2 Menschen auf eine abgelegene Insel verschlägt, erfinden sie eine andere Sprache. [...] Für den Menschen ist es wichtig, eine Sprache zu schaffen, die der eigenen Gruppe und Umgebung entspricht." (36.29 - 36:58)

Umberto Eco spricht auch die unterschiedlichen Sprachen an, die wir Menschen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Er spricht auch darüber, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, dass eine solche Diversität an Sprachen hat – ein Hund beispielsweise, bellt auf der ganzen Welt gleich. Sucht man hier die Verbindung zu unserer LVA Webkommunikation, so wird sofort der Bezug zum Thema der „Code der Jugendlichen“ klar. In meiner Ausarbeitung (Q3)  habe ich mich ebenfalls auf die Sprache fokussiert, wobei herausgearbeitet wurde, dass sich die junge Generation von der älteren Generation abheben und abgrenzen möchte. Modewörter wie „Babo“ oder „Selfies“ sind unseren Großeltern wahrscheinlich ein Fremdwort. Dadurch ist ersichtlich, dass sich unsere Sprache im ständigen Wandel befindet und sich wahrscheinlich noch über viele Generationen hinweg ändern wird.

Quellen: 

Q1: https://www.youtube.com/watch?v=nHwjZf_tRCE

Q2: https://collabor.idv.edu/webkomm14s/stories/48587/

Q3: https://collabor.idv.edu/WebWiGanglberger/stories/48980/#49058