10.11.2003

katrin_schoenherr_berlin, 26. Jänner 2004, 14:31

Am 10.11.2003 waren die Vorträge von Herrn Sebastian Fiedler in Linz zum Thema: Webpublishing - Tools für das selbstorganisierte Lernen und in Berlin Oliver Wrede: Weblogs für die akademische Ausbildung und Forschung angekündigt.
Diesmal waren lediglich Berlin und Linz anwesend.
Die Salzburgen werden, wie bekannt gegeben wurde, demnächst nicht mehr an der Videokonferenz teilnehmen sondern per Video die Aufzeichnung der vor Ort gehaltenen Vorträge erhalten.
Außerdem wurde am Ende der Vorträge mit Herrn Prof. Mittendorfer die Ergebnisse und der Stand der Projektarbeit besprochen.

Webpubishing - Tools für das Selbstorganisierte Lernen

Der Vortrag von Herrn Fiedler in Linz fand um ca. 10.00 Uhr statt.

Traditionelles Lernen:
Lernen ist fremdorganisiert. Lernen als Konsequenz.
Stichwort: Experts-knows-best

Heute:
- Explosives Wachstum von Information
- Arbeit zunehmend schwieriger, da die Leute mehr Sachen
selber machen müssen für die früher professionelle
Dienste zur Verfügung standen.

Man wird zum "Toolmaker", "Toolprovider"; bietet selber Informationen an.
Wichtig dabei ist die innere und äußere Kommunikation.

Probleme:
-Fehlen einre prozeßorientierte Sprache für das Lernen (Tabu-Thema)
-persönliche "Lerning Mythen" (vorgefertigte Glaubenssätze, Annahmen...)
Wenig Werkzeuge: Person-in-progress
Wenig Wissen von Schwierigkeiten/Versuchen; der Prozess bleibt im Dunkeln

->Conversational tools:
unterstützen das Selbstgespräch und die Außen-Kommunikation mit anderen
- anfänglich durch einen "Learning Coach" unterstützt.

Weblogs:
-keine eigentständige Einheiten -> posts
-Logging von Ideen, Gedanken, Reflexionen, Beobachtungen ...
-Bereitstellung digitaler Medien (Bilder,...)
-Hyperlinks
-Metadaten-> (weitere Hinweise auf Entstehungskontext)
Reflexion:
-chronol. Organisation und Navigation
-System. Abruf von Inhalten (topic-basiert)
-Ähnlichkeiten und Unterscheidungen suchen, neue Relation konstruieren
-Trigger für gezielte Reflexionen kommen aus untersch. Quellen.
(liefern wieder Anlass was zu machen)
-RSS

Hier der Link von der Powerpoint-Präsentation:
Download mit rechter Maustaste und -Ziel speichern unter-

In Berlin kam der Vortrag leider mit schlechter Qualität an, was die Verständlichkeit des Vortrages beeinflußte.

Weblogs für die akademische Ausbildung und Forschung

Der Vortrag von Herrn Wrede in Berlin fand um ca. 13.00 Uhr statt.

Herr Wrede berichtete von den Erfahrungen mit Weblogs im Seminarbereich in Aachen:
65 % der Weblogs sind Seminarweblogs, außerdem gibt es noch u. a. Projektweblogs, AG-Weblogs, halboffizielle Weblogs.
-> seminare.fh-augsburg.de/...

Vorgehen:
1. Gliederung
jeder Student hat ein Unterthema ausgewählt -> Zuständigkeit

2. Recherche
Knowlegdescouting -> Fremdinformationen hinzunehmen und zusammenzufassen ->
Ideen diskutieren -> wie umsetzbar -> Designs -> Präsentationsform

Anforderungen: jeweilige Altagswissen soll mitbenutzt werden

Seminar-Ende: das Wissen ist ungenutzt -> Wissensnetz wird in DB übertragen
= Seminare enden, Weblogs nicht

Probleme: Aktzeptanz gemischt:
- Lesen vs. Schreiben (mehr Leute lesen als sich aktiv zu beteiligen)
- Softwarebedienung
- Belastung durch Betreuung, Redaktionelle Arbeit
- Betreuung und Entwicklung des Systems ist personell nicht gesichert. (Spezialfall)


Weblogs in der Lehre:

Knowlege-Logs = K-Log
Es wird auch deutlich was man nicht leistet. Der Weblog wird trotzdem gefüllt. (Fussfessel)
Kooperativ und selbstbestimmt? => soll gewürdigt werden
Aber: Viele verhalten sich fremdbestimmt und eigennützig.

Was hat sich geändert?
- Lehrende haben nicht unbedingt mehr Informationen (Infomationsflut)
- Hochschulen unterschiedlich (transdisziplinären Projekte keinen konsistenten Wissenskorpus
aber unterschiedliche Richtlinien)
- Prozessorientierung, nicht mehr Ergebnisorientiert.

Anforderungen:
- Innovation, Kreativität und Originalität fördern,
- mehr Fremdwissen eingezogen
- erfahrungsbasiertes Lernen

Lerner-zentrierter Ansatz:
- Wissen wird von Studenten erzeugt
- Beobachtung des Alltags
- Kriterien des Leistungsbewertung werden diskutiert
- Lernkultur kooperativ und kollaborativ -> Gruppenverhalten
- Lernen zu lernen... diskutieren, erzeugen, selbstorganisitert, in Gruppe arbeiten, kommunizieren, dokumentieren
- diskursiv: Von einer Vorstellung zur anderen mit logischer Notwendigkeit fortschreitend (kontuniuerilicher Prozess)

Link: Weblogs and Discourse
Hier der Link von der Powerpoint-Präsentation:
Download mit rechter Maustaste und -Ziel speichern unter-

Arbeit am Weblogsystem




Ergebnisse in der Zwischenzeit:
- Einstiegsseite mit 8 feststehenden Blogs
- Designentwurf für Corporate Design vorgestellt
- Entstehung eines Metablogs, in dem jeder Links über eigene Beiträge machen kann
- Entstehung eines Belegblogs für Ankündigungen des Belegthemas
- es hat sich eine Videobackup-Gruppe gebildet
- Entstehung weiterer Tutorien, z.B. Fragen und Hinweise
- am 19.11 werden die User ohne Namenkonformität gelöscht und Weblogs können nicht mehr willkürlich angelegt werden (siehe Alert) ...

Aufgaben:
- Skingruppe soll einen Vorschlag zum Design auf Startseite machen.
- Belegblog mehr nutzen (wer macht was)
- feste Blogs = Inhaltsverzeichnisse
- Vernetzte Kommunikation
auch Linzer und Salzburger gewinnen (bemühen)
- Teilnehmerliste anlegen
- Recently read Weblogs usw. ...

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dem Bericht der Videokonferenzgruppe folgend

Hans.Mittendorfer.Uni-Linz, 12. November 2003, 18:18

war die Übertragung Linz - Berlin ausreichend sind Sie nicht dieser Meinung ?

Im übrigen wird an einer Streaming-Fassung der Vorträge in Linz gearbeitet. Dann können Sie hoffentlich die Vorträge nach-hören.

H. Mittendorfer

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nicht ganz....

yulia.parkanska.berlin, 20. November 2003, 15:23

Meiner Meinung nach, war die Übertragung Linz-Berlin vielleicht "ausreichend", aber nicht "gut". Das betrifft vorallem die Ton-Qualität. Mit dem Bild war alles in Ordnung, aber den Vortragenden zu verstehen war wesentlich komplizierter. Es traten viele Störungseffekte auf, die mich immer nur die Hälfte vom Satzes verstehen ließen...Also, leider war der Vortrag ziemlich schwer zu verstehen und noch schwieriger zu protokollieren.

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