Laut Michael Rappa gibt es neun Geschäftsmodelle des Webs:

  • Brokerage 

    Unter dem Brokerage-Modell versteht man Marktplätze für Güter. Die Broker bringen in diesem Fall die Käufer und Verkäufer zusammen und erheben dafür eine Gebühr. Es gibt davon verschiedenste Variationen im Netz: Distributoren, Auktionsplattformen wie eBay, Aktienhandel oder Suchagenten. 

  • Advertising

    Dieses bekannte Geschäftsmodell bedeutet, dass sich Unternehmen vollkommen oder teilweise über Werbung finanzieren, zum Beispiel durch Bannerwerbung, In-Video-Werbung, In-Game-Werbung und mehr. Google wäre ein typisches Beispiel für ein werbefinanziertes Geschäftsmodell. 

  • Infomediary

    Bei dem Infomediary Modell gibt es einen Informationsvermittler, der Erlöse durch den Handel von Informationen und Daten erzielt. Daten von Personen werden zum Beispiel dokumentiert, aufgezeichnet und anschließend an Dritte weiterverkauft. Auch Marktforschung im Internet fällt in diesen Bereich (z.b. Market Meinungsforschung)

  • Merchant

    In das Merchant Modell fallen tradionelle Handelsunternehmen im Internet, die z.B. über Online-Shops ihre Produkte verkaufen. Erlöse erzielen sie durch die Preisdifferenz von An- und Verkauf. (z.B. Amazon)

  • Manufacturer (Direct)

    Bei diesem Geschätsmodell verkaufen Produzenten ihre Produkte über das Internet. Dies wird vor allem oft genutzt von Software-Produzenten (z.B. EA) oder bei customized Produkten (z.B. Dell). 

  • Affiliate

    Bei dem Geschäftsmodell handelt es sich um eine Verkaufs- bzw. Umsatzbeteiligung. Verkäufer und Anbieter sind meist unterschiedliche Unternehmen. Der Anbieter bekommt dadurch einen Teil des Verkaufspreises. 

  • Community

    Das Community-Modell ist das Geschäftsmodell, in das Soziale Netzwerke fallen. Das Modell basiert auf der Idee des User-generated-Contents. Allerdings fehlt diesem Modell noch ein funktionierendes Erlösmodell, da die Einnahmen aus Werbeeinblendungen meist noch zu gering sind. (z.B. Facebook, Flickr, YouTube)

  • Subscription

    NutzerInnen zahlen eine Gebühr um einen Service nutzen zu können. Oft werden solche Seiten durch eine Kombination von freien Inhalten mit Premiuminhalten angeboten. 

  • Utility

    Ein Service oder eine Dienstleistung wird pro verwendeter Einheit abgerechnet. Man bezahlt nur das, was man auch wirklich nutzt. Es handelt sich um ein Modell, bei dem man on Demand bezahlt. Ein Beispiel wären Bezahl-Artikel der New York Times.
    (Q1) 

Etsy ist eine Plattform im Internet, auf der vor allem selbstgemachte Produkte angeboten werden, aber auch viele Vintage-Produkte. Diese Plattform wird vermehrt von KünstlerInnen genützt um ihre Produkte einfach anbieten und vertreiben zu können.

Etsy fällt in das Geschäftsmodell "Brokerage", da es eine Gebühr verlangt wenn man die Produkte online stellt und eine Transaktionsgebühr wenn diese auch verkauft werden.  

(Etsy Art & Culture | Off Book | PBS, https://www.youtube.com/watch?v=jMcSaQRztsY)

Ich studiere zwar nicht Web Business & Economy, möchte aber trotzdem kurz auf Nischenmärkte zu sprechen kommen. Diesbezüglich fällt mir die Webseite alles-vegetarisch.de ein. Es handelt sich hierbei um einen sehr erfolgreichen Online-Shop, der rein pflanzliche Produkte vertreibt. Erst durch das Web und seine Strukturen wird es einem Online-Shop wie diesem möglich, so erfolgreich zu sein. Das Web ermöglicht es, eine riesige Anzahl von Kunden zu erreichen, sowie die Produkte sehr kostengünstig anzubieten, da die Miete für "normale Geschäftsflächen" entfällt. Außerdem handelt es sich bei vielen angebotenen Produkten um welche, die man ansonsten nur sehr schwer bekommt oder gar nicht. 

Quellen 

Q1: Rappa, Michael: BUSINESS MODELS ON THE WEB, Letzter Abruf am 20. Oktober 2012 von http://digitalenterprise.org/models/models.html

Etsy Art & Culture | Off Book | PBS, Letzter Abruf am 20. Oktober 2012 von https://www.youtube.com/watch?v=jMcSaQRztsY




tolle Übersicht!

Hi Bianca,

Zunächst muss ich sagen ist das eine wirklich gelungene Übersicht, vor allem wenn man bedenkt dass du gar nicht e-business studierst. Du bist dabei sehr gut auf die verschiedenen Einnahmequellen eingegangen - der vielleicht wichtigste bzw. sichtbarste Teil eines Geschäftsmodells, und bist zurecht auch darauf eingegangen dass dieser beim Community Modell oft noch nicht sehr ausgereift ist. Ich möchte noch ergänzen, dass zumindest im Idealfall ein Geschäftsmodell mehr umfasst (z.B. Value Proposition, Market Oportunity, etc.).

Wenn der 'Revenue' Aspekt nicht der dominante im Modell ist, sondern z.B. 'Value Proposition' im Vordergrund steht, kann man das Comunity Modell auch anders einsetzten als Facebook & Co. Ein Beispiel ist Lego's eigenes soziales Netzwerk 'Rebrick' (das Beispiel habe ich A. Charlesworth's 'Internet Marketing' entnommen). 

Ein anderes gutes Beispiel für ein funktionierendes Community Modell ist das Hotelvergleichsportal 'Tripadvisor'. Eigentlich eine Community, aber als Einnahme nicht primär Werbung sondern Gebühren bezahlt von den Portalen zu denen die User weitergeleitet werden wenn sie auf Preise klicken.

LG

Philipp


To prevent spam abuse referrers and backlinks are displayed using client-side JavaScript code. Thus, you should enable the option to execute JavaScript code in your browser. Otherwise you will only see this information.