Technologien

susanne.groiss.uni-linz, 1. September 2016, 06:32

E-Books lesen

Ein E-Books können praktisch auf unterschiedlichsten mobilen Endgeräte, auf dem sich digitale Buchinhalte (E-Books) speichern und abrufen lassen gelesen werden (Vgl. Q1).

  • E-Book-Reader
  • Tablets
  • Smartphone
  • Notebook / Laptop
  • Standrechner 


 

Das Lesegerät wird abhängig von der Literatur und der Leseumgebung gewählt. Wenn bspw. viel Fachliteratur, Texte und Bilder verarbeitet werden sollen, dann ist wahrscheinlich der PC als Lesegerät gut geeignet. Ein Großteil elektronischer Bücher wird oft ganz bewusst für das Lesen an Laptops im PDF-Format angeboten. Für viele Leser ist der E-Book Reader aufgrund seines Gewichtes, seiner Größe und einfachen Transportmöglichkeit das ideale Lesegerät (Vgl. Q2).

Bei den Lesegeräten geht der Trend in Richtung Smartphone und Tablet Computer. Gemäß einer Umfrage von bitkom im Oktober 2015 ist das wichtigste Lesegerät bei den Nutzern der Laptop. Dicht dahinter leigt das Smartphone mit 38 Prozent. Ein Drittel der E-Book Nutzer lesen digitale Bücher mit speziellen E-Book-Readern wie den Kindle, Tolino oder Kobo. 21 Prozent der Befragten verwenden aber noch einen stationären Computer und fast genauso viele einen Tablet Computer (Vgl. Q3).

 „Die Smartphones werden größer, die Tablets leichter und die Bildschirme in beiden Geräteklassen schärfer“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. „Das spricht dafür, dass E-Books in Zukunft verstärkt auf Mobilplattformen wie Smartphones und Tablets gelesen werden. Über entsprechende Apps können die Nutzer auf die Inhalte zugreifen.“ Der E-Reader werde aber dank langer Akkulaufzeiten seine Nische bei Viellesern behaupten. Nach Bitkom-Prognosen werden im laufenden Jahr 25,6 Millionen Smartphones und 7,7 Millionen Tablets, aber nur 600.000 E-Reader in Deutschland verkauft (Q3).

 

E-Books Dateiformate

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen E-Book-Formaten. Allerdings kann nicht jeder E-Book-Reader jedes beliebige Format verwenden. Aus diesem Grund sollte vor dem Kauf eines Lesegerätes genau überprüft werden, von welchem Händler oder aus welchen Quellen die E-Book-Dateien bezogen werden sollen und welche Formate dabei verwendet werden.

Grob wird zwischen echten E-Book-Formaten und allgemeinen Textformaten unterschieden:

 

EPUB

Das EPUB Format ist vermutlich das am häufigsten verbreitete E-Book-Format. Es ist ein offener und auf Web-Standards basierendes Format, womit sowohl Textformatierungen als auch multimediale Inhalte (Bilder, Musik etc.) verwendet werden können (Vgl. Q1).

 

AZW und Mobipocket

AZW ist ein Format, welches lediglich auf Amazon-Geräten verwendet werden kann. Alle Dateien werden mittels DRM-Technologie (Digital Right Management) verschlüsselt und können nur mittels Amazon-Software am E-Book-Reader oder anderen mobilen Endgeräten gelesen werden. Doch nicht nur Dateien werden von Amazon nur für die eigenen Geräte freigegeben, auch die Geräte können nur AZW-Formate und PDF-Dateien verwenden. Technisch basiert das AZW-Format auf den MOBI-Format, welches frei zugänglich und somit auch in anderen eBook-Shops vorhanden ist (Vgl. Q1).

 

Weitere E-Book Formate

LIT von Microsoft -> Verschlüsselung möglich; 2011 wurde das Format auf Grund des Scheiterns des E-Book-Konzeptes eingestellt

LFR/LRX von Sony und Canon -> war bis 2009 weit verbreitet; ab 2009 stellte Sony auf EPUB um

PDB von Palm -> mittlerweile kaum im E-Book-Beriech vertreten

 

Allgemeine Textformate

HTML -> Basis für EPUB und AZW/Mobipocket

PDF -> offenes Format zur unveränderlichen Darstellung eines Textes; auf E-Book-Readern meist schwierig zu lesen, Verschlüsselung möglich

DOCX -> Word-Datei, welche für den Gebrauch als E-Book in ein gewünschtes Format umgewandelt werden muss

 

Hardware

Wie bereits erwähnt ist es möglich E-Books auf verschiedensten Endgeräten zu lesen. Da am Markt eine Vielzahl an verschiedensten Geräten vorhanden ist, soll in diesem Beitrag auf die wesentlichsten Merkmale von E-Book-Readern eingegangen werden.

 

Der Display-Typ

Im Wesentlichen sollte hier zwischen einem E-Ink-Display und dem LCD-Display unterschieden werden. Ersterer ist in seiner Urform unbeleuchtet und stellt den Text auf einem matten Display ähnlich wie Papier dar. Durch die papierartige Darstellung soll der Lesekomfort erhöht werden. Seit einiger Zeit ist der E-Ink-Display auch mit Hintergrundbeleuchtung erhältlich.

Der LCD-Display ist von den herkömmlichen PC-Monitoren, Smartphones, Tabletes etc. bekannt. Dieser Display ist vor allem für das Darstellen von Fotos oder Grafiken sehr gut geeignet, weil hier eine satte Farbgebung möglich ist. Außerdem ist das Agieren am Display wesentlich schnell möglich. Durch die starke Beleuchtung werden allerdings die Augen sehr beansprucht, was sich auf die Lesequalität negativ auswirkt (Vgl. Q4).

 

Hersteller und Formate

Wie bereits erwähnt gibt es die verschiedensten E-Book-Formate. Doch nicht jedes Gerät unterstützt jedes Format. Im Prinzip existieren zwei Paralelluniversen. Die zwei marktbeherrschenden Formate werden einerseits von Amazon, mit dem AZW-Format, und andererseits von allen anderen Geräteherstellern, mit dem EPUB-Format, ausgeliefert. Entscheidet man sich also für einen Kindle von Amazon ist es nur möglich E-Books von Amazon zu kaufen. Setzt man aber auf ein Gerät eines anderen Herstellers, wie zB. Tolino, können alle EPUB-Dateien von unterschiedlichsten Händlern verwendet werden.

Mittlerweile haben sich auch andere Lese-Endgeräte, wie Tablets,Smartphone,  PC oder diverse Hybridformen am E-Book-Markt durchgesetzt (Vgl. ebd.).

 

Bedienung und Features

E-Book-Reader sind mittlerweile weit mehr als ein eingescanntes Buch, denn es steht nicht nur das Lesen im Vordergrund, sondern auch, das Bearbeiten , Suchen im Text, Übersetzten, Notizen machen oder das Erstellen von Querverweisen. Diese Features sind einerseits abhängig vom verwendeten Gerät und andererseits von der verwendeten Software. Während der klassische E-Book-Reader sich auf die wesentlichsten Features beschränkt kann mittels Tablet bereits viel mehr gemacht werden.

The Ultimate Hitchhiker's Guide to the Galaxy - Douglas Adams 

Laufzeit

Auch die Laufzeit spielt bei der Wahl des richtigen Endgerätes eine wesentliche Rolle. Während E-Ink-Displays mit wenig Beleuchtung und langsamerem Display auskommt und dadurch Strom spart, ist der LCD-Bildschirm ein wahrer Stromfresser. Durch die ständige Anbindung an ein WLAN und die hohe Beleuchtung verschlingen diese Geräte den vorhandenen Akku viel schneller (Vgl. ebd.).

 

Autroin: Darja Kneißl 

 

Quellen

Q1 - Okonnek, M. ETH-Bibliothek. E-Reader und Tablets in Studium und Arbeit. 2013.

Q2 - Böhringer, J., Bühler, P., Schlaich, P. , Sinner, D. (2014). Kompendium der Mediengestaltung für Digital- und Printmedien, 6. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer Fachmedien: Berlin-Heidelberg

Q3 - Bitkom.com (2015), Studie: Jeder Vierte liest digitale Bücher, 
URL: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Jeder-Vierte-liest-digitale-Buecher.htmldownload am 28.5.2016

Q4 - ebooknet.de (2015), eBook-Reader kaufen, URL: http://www.ebooknet.de/ebook-reader/kaufen, download am 29.5..2016

 

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