Diskussion Beiläufige Kommunikation

Hans.Mittendorfer.Uni-Linz, 17. März 2014, 12:20

Beiläufigkeit oder der Spaziergang mit dem Hund

Der semantische Hintergrund des Begriffes "beiläufig" soll am Modell des Spazierganges mit dem Hund verdeutlicht werden:

Motiv und Durchführung des Spazierganges orientieren sich am Erholungswert, am Interesse an der umgebenden Kultur und Natur oder am sich Treiben lassen. Der Hund als Begleiter ist Beiläufer, er unterstützt die Motive des Spazierganges, seine Begleitung ist jedoch im letztgenannten Sinne nicht Haupt-, sondern Nebenzweck.

Gleitet der Spaziergang mit dem Hund jedoch in eine Eskapade von Dressurakten ab, so sollte eher von einem Spaziergang mit dem Menschen gesprochen werden. Der 2011 verstorbene Karikaturist und Humorist "Loriot" hat letztgegannten Umstand in einer Satire festgehalten.

Quelle (Q1): http://www.buchfreund.de/covers/9367/20556.jpg

These: Ein Maßgeblicher Teil der Webkommunikation kann im übertragenen Sinne als "beiläufige Kommunikation" betrachtet werden, die der Aufmerksamkeit, welche beim Sapziergang dem Hund geschenkt wird, entspricht.

Real- und Informationsprozesse

Die Grundlagen der Betriebswirtschaft vermitteln die Unterscheidung zwischen Realprozessen und Informationsprozessen (Q2, Q3). Eine Aufteilung der Informationsprozesse, in Kommunikations-, bzw. Interaktionsprozesse und Informationsprozesse im engeren Sinne, wird in den zitierten Werken nicht durchgeführt.

Aufgrund der noch ausstehenden Ausführungen Watzlawicks kann davon ausgegangen werden, dass eine Unterscheidung in Kommunikations- und Informationsprozesse in den dargestellten Kontexten nicht notwendig, bzw. sinnvoll ist. Eher gilt die Annahme, dass Kommunizieren und (sich) Informieren gleichberechtigte Teile des benannten Informationsprozesses sind, welche sich im Informationsprozess durchmischen und ineinander Schachteln. Letzteres ist als Kette von Unterbrechungen bereits unterbrochener Informationsprozesse zu verstehen.

Die nachfolgend dargestellten Beziehungsebenen von Wertschöpfungsnetzwerken weisen neben dem Leistungsnetz, welches des Fluss von Dienstleistungen und Realgütern symbolisiert, drei weitere Ebenen auf, denen Information und Kommunikation zugrunde liegen. Das monetäre Netz ist, den aktuellen Methoden des Geldtransfers entsprechen, ebenfalls der Kategorie Informationsfluss zuzuordnen.

Abb: Beziehungsebenen von Wertschöpfungsnetzwerken auf Basis der Partialnetze von OTTO (Q4)

Haupt- und Begleitprozesse

Kommunizieren bzw. sich Informieren ist, wie bisher behandelt und diskutiert, keineswegs weniger real, als Vorgänge in Dienstleistungs- oder Materialflüssen. Prozesse aller oben dargestellter Ebenen sind reale Prozesse wirtschaftlichen und privaten Handelns. In Anlehnung an die oben skizzierte Beiläufigkeit können diese in Haupt- und Begleitprozesse, derart aufgegliedert werden, dass der Hauptprozess maß- und zielgebend wirkt, die Nebenprozesse den Haputprozesse förderlich sind, ihn unterstützen.

Situative, spontane Kommunikation

Die Allgegenwärtigkeit (Ubiquität) der Webkommunikation, im Besonderen durch Eingliederung der Mobilkommunikation, der Hypertextualität und der automatisiertrung der Informationsprozesse lässt die Vermutung zu, dass die Häufigkeit beiläufiger Kommunikationen (also situativer, spontaner Konaktaufnahme zu Menschen oder Diensten) zunimmt. Was gleichzeitig eine Veschiebung von strukturierten, organisierten, linearen Abläufen, zu situativen Informations- und Kommunikatiosprozessen führt und in weiterer Folge zur Atomisierung der Kommunikation tendiert, wobei sich einzelne Interaktionen nicht mehr an einem "Hauptprozess" orientieren. Zusammengefasst könnte von der These "Die Kaskade unterbrochener Unterbrechungen" gesprochen werden.

Daraus folgt z.B. eine Parallelisierung der Bearbeitung von Aufgaben, die "Two-Screen-Nutzung" und weitere noch zu behandelnde Phänomene der Onlinekommunikation.

Störung oder neue Kommunikationskultur

Umberto Eco und Jean-Claude Carrière versuchen im Buch mit dem Titel "Die große Zukunft des Buches", in dem das Buch als monolithisches, lineares Werk zu verstehen ist, die Basis unserer über mehrere hundert Jahre entwickelten Kultur (alles was nicht von Natur aus ist) bildet und weiterhin bilden wird (Q5). Dies geschieht einerseits durch die Art des Werkes selbst, wie andererseits durch den Inhalt.

In diesem Zusammenhang gilt es die situative, sponate Kommunikation, bzw. entsprechendes Verhalten bei der Informationsbeschaffung einer Bewertung zuzuführen.

Aufgabe 1, bis 18. März 2014

Versuchen Sie die These der beiläufigen Kommunikation mit Argumenten und Quellen zu bestätigen bzw. zu erweitern, oder zu widerlegen. Verfassen Sie dazu ein Statement in Ihrem persönlichen Lernblog und handeln Sie dabei nach den Prinzipien des partizipativen bzw. kollaborativen Dokumentierens in Lernblogs.

Quellen:

30 comments :: Kommentieren

Beiläufige vs. spontane Kommunikation

christoph.poetscher.uni-linz, 16. März 2014, 16:55

Meiner Meinung nach, ist die Darstellung der Kommunikationsprozesse wie sie im oa. Post beschrieben werden etwas zu eng gegriffen und sollte in einer erweiterten Form geschehen.

Für weitere Informationen: http://collabor.idv.edu/Poetschoblog/stories/47746/

 

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Mein Beitrag zum Thema "Beiläufige Kommunikation"

daniela.hinterleitner.uni-linz, 16. März 2014, 16:58

40 ungelesene E-Mails, 15 neue Facebook-Nachrichten, 8 Whats App-Chatpartner warten auf eine Antwort,...doch eigentlich möchte man sich den Spielfilm im TV ansehen. Webkommunikation bekommt meist nicht unsere volle Aufmerksamkeit, sondern passiert eher beiläufig neben anderen Dingen.

https://collabor.idv.edu/hinterleitner/stories/47745/

 

 

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Nutzung von Second Screen

eva-maria.schober.uni-linz, 16. März 2014, 19:37

Die laufende TV-Sendung via Facebook kommentieren, chatten, mailen oder shoppen - das alles findet via Second Screen (meist Tablet oder Smartphone) neben dem Fernsehen statt.

Nicht immer schenken wir der Webkommunikation unsere volle Aufmerksamkeit...

Mehr dazu auf https://collabor.idv.edu/schobereva/stories/47749/

 

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Web- bzw. gesellschaftliche Kommunikation und Beiläufigkeit

christoph.koch.uni-linz, 17. März 2014, 10:24

Schon mal von "Phubbing" gehört? Nein? Dann gehts HIER zu meinem Beitrag über ein junges Phänomen, welches derzeit global um sich greift.

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Second Screening - eine beiläufige Kommunikation in unserer Zeit

alexander.forstner.uni-linz, 17. März 2014, 13:18

Jeder tut es, aber viele sind es sich nicht bewusst. Aber worum handelt es sich bei beiläufiger Kommunikation genau und was hat Second Screening damit zu tun...

http://bit.ly/aufgabe1webkom

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Beiläufige Internetkommunikation?

markus.ellmer.uni-linz, 17. März 2014, 15:00

In meinem Beitrag zeige ich, dass Internetkommunikation alles andere als "beiläufig" ist - sie beeinflusst die reale Kommunikation und hat damit reale Konsequenzen!

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Statement zur beiläufigen Kommunikation

christoph.michelmayer.uni-linz, 17. März 2014, 18:31

Das Thema der beiläufigen Kommunikation im Zusammenhang mit einer Studie zum Thema der Smartphone-Nutzung und im Zusammenhang mit dem Thema der aktuell immer weiter wachsenden Flut an Emails. Mehr dazu in meinem Blogbeitrag: https://collabor.idv.edu/webkommMC/stories/47782/

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Beiläufige Kommunikation - Teil des beruflichen Alltags?

dieter.boehm.uni-linz, 17. März 2014, 19:19

Der private Kommunikationsstress ist präsent - aber es geht noch schlimmer: zu den 20 ungelesenen dienstliche E-Mails kommen noch 5 private, das Handy blinkt rot und vibriert, damit Facebook und Co nicht übersehen werden könnrn. "Hilfe - die Ubiquität des Webs und der sozialen Medien greift auch im Berufsleben um sich!"

Mehr im Blog des Waldviertlers unter Beiläufige Kommunikation - Teil des beruflichen Alltags?


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Beiläufige Kommunikation

marlene.siegl.uni-linz, 17. März 2014, 22:39

Hier geht's zu meinem Beitrag über beiläufige Kommunikation.

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Mythos Multitasking!?

stefanie.fadl.uni-linz, 18. März 2014, 09:04

Sorry, Leute!

1. Den Osterhasen gibt es nicht!
2. Das Christkind gibt es auch nicht!

Und jetzt, das Schlimmste!!!

3. Multitasking funktioniert einfach NICHT!

Mehr dazu in meinem Blog-Eintrag zum Thema Beiläufige Kommunikation und Multitasking! Lachend

 

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Beiläufige Kommunikation

birgit maria.kohl.uni-linz, 18. März 2014, 10:25

Wahrscheinlich würden die meisten den Trend der beiläufigen Kommunikation durchaus als eine positive Entwicklung bezeichnen, doch ist sie wirklich so gut? Meine Meinung zu diesem Thema findet ihr in diesem Blog...

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Beiläufig oder nicht, kommuniziert wird immer ... Zweiter Versuch...

stephan.hackl.uni-linz, 18. März 2014, 13:38

Nach dem misteriösen Verschwinden meines ersten Beitrags, findet ihr nun hier meine Meinung zu dem Thema... 

Beiläufige Kommunikation ist für mich eine Entwicklung die mehr oder weniger eine logische Konsequenz der immer schnelllebigeren Zeit und der wachsenden Informationsflut. 

Wie auch immer seht selbst... Link zum Blog

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Und das soll jetzt beiläufig sein?

rainer.kroisamer.uni-linz, 18. März 2014, 14:54

Wir tun es ständig, von morgens bis abends, durch Sprache und Laute, durch Gesten und Mimik, bewusst und unbewusst. Was ist bloß daraus geworden? Dazu mehr in meinem Blog.

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Multi Screening

sarah.jakober.uni-linz, 18. März 2014, 15:24

Ich habe mich in meinem Blog-Beitrag zur ersten Aufgabe etwas mit dem Thema Multi Screening auseinander gesetzt. Welche interessanten Erkennrnisse ich dabei gewonnen habe, könnt ihr hier nachlesen.

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"Beiläufige" Webkommunikation

judith.eibl.uni-linz, 18. März 2014, 15:51

In meinem aktuellen Blogbeitrag "'Beiläufige' Kommunikation" setze ich mich mit der oben genannten These kritisch auseinander und komme dabei zur Erkenntnis, dass der Vergleich zwischen Webkommunikation und dem Spaziergang mit dem Hund meines Erachtens sehr unpassend gewählt ist. Hier könnt ihr lesen warum!

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Beiläufige Kommunikation führt zu Reizüberflutung?

sarah.hinterreiter.uni-linz, 18. März 2014, 16:26

In diesem Beitrag wird der Spaziergang mit dem Hund mit der Informationswahrnehmung und dessen Aufnahme verglichen.

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Böser Engel vs. guter Engel

lucy megan.schuster.uni-linz, 18. März 2014, 18:55

Beiläufig ist sie ganz bestimmt nicht mehr die Webkommunikation, doch verstehen muss man das erst! Wieso, weshalb warum beschreibt mein Artikel.

 

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Second Screen

claudia.ganglberger.uni-linz, 18. März 2014, 18:55

Hier geht's zu meinem Beitrag zum Thema Second Screen. 

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Weshalb beiläufige Kommunikation oft nicht wahrgenommen wird

thomas.neumayer.uni-linz, 18. März 2014, 18:56

Wenn man Kollegen zu am Vortrag angeschauten Filmen bzw. deren Inhalte befragt, blickt man zunehmends in fragende Gesichter. Warum das so ist und woher dieses Phänomen kommt, könnt ihr jetzt in meinem Blogbeitrag nachlesen.  >> mehr

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Beiläufige Kommunikation in der Generation Y und die Auswirkungen auf die Arbeitswelt

christian josef.eller.uni-linz, 18. März 2014, 20:04

Arbeitnehmer der Generation Y sind ständig online und somit auch jederzeit für den Arbeitgeber erreichbar. Verbote von Firmen Firmenhandys für private Zwecke zu nutzen werden großteils ignoriert. Diese und weitere Auswirkung kritisch reflektiert finden Sie auf meineMeinung: http://collabor.idv.edu/meineMeinung/stories/47822/

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Warum beiläufige online Kommunikation - soziale Kompetenzen verringert....

hannes werner.steininger.uni-linz, 18. März 2014, 20:48

 

Hier findet ihr meine Gedanken zur These der beiläufigen Webkommunikation!

 

http://collabor.idv.edu/webkom0657271/stories/47808/

 

Liebe Grüße

Hannes

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Web Kommunikation als unser beiläufiger Begleiter!?

sabine.pupeter.uni-linz, 18. März 2014, 23:03

‘I’m on my DSi and my laptop. On my DSi I’m on MSN and on my laptop I’m on Facebook and then the TV is on.’

Zu erwarten oder nicht? Diese Aussage stammt von einem 11jährigen --> mehr dazu findet ihr in meinem Blogbeitrag.

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Wie nebensächlich ist beiläufige Kommunikation?

clemens georg.sunitsch.uni-linz, 18. März 2014, 23:48

Ich habe mir zur vorangestellten These in meinem Blog-Beitrag Gedanken gemacht: Wohin führen diesbezügliche Entwicklungen und wie wird zum Beispiel im Marketing darauf reagiert?

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Beiläufige Kommunikation

Thomas.Hahn.Uni-Linz, 18. März 2014, 23:56

In meinem Beitrag gibt es mehr Details.

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Mein Beitrag zur beiläufigen Kommunikation

jessica.hettich.uni-linz, 19. März 2014, 00:45

Es ist sehr schwierig ein solches komplexe Thema in einen kurzen Beitrag zu verpacken aber dennoch habe ich versucht, dies zu tun. Kommunikation hat durch das Internet und vor allem durch Web 2.0 positive wie auch negative Aspekte dazugewonnen. Fakt ist, dass sich unsere Kommunikation seit Jahrtausenden verändert und wir selbst bestimmen, in welche Richtung es geht. Für mich stellt sich die Frage: Ist beiläufige Kommunikation wertvoll?

Mehr dazu: https://collabor.idv.edu/Hettich/stories/47834/

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Die Beiläufigkeit der Webkommunikation

cornelia.pernsteiner.uni-linz, 19. März 2014, 10:04

Im Zusammenhang mit Multi-Screen Usage und Simultaneous Usage stellt sich nunmehr die Frage der Beiläufigkeit...mehr dazu in meinem Blog

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Beiläufige Kommunikation: Was nehmen Menschen in der Webkommunikation wahr?

markus.moser.uni-linz, 19. März 2014, 10:49

Sehr geehrter Herr Mag. Mittendorfer, 

leider konnte ich die erste Veranstaltung nich besuchen, da ich beruflich verhindert war.

Ich bitte um Verständnis.

Ich habe mich bei meinen Kollegen informiert und meinen Blog eingerichtet.
Dort zu finden, ist die erste Aufgabe zum Thema "Beiläufige Kommunikation".
Mein Beitrag beschäftig sich damit was Menschen eigentlich noch wahrnehmen.

Zu finden unter: https://collabor.idv.edu/markusmoserplappermaulblog/stories/47839/ 

 

Mit freundlichen Grüßen

Markus Moser

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Meine Gedanken zu beiläufiger Kommunikation...

julia.ferrari.uni-linz, 19. März 2014, 13:55

...diese hat sich in den letzten Jahren sehr stark gewandelt - darüber habe ich mir einiges notiert. Zu finden auf meinem Blog.

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Beiläufige Kommunikation - Mein Beitrag

christa.leitner.uni-linz, 19. März 2014, 17:20

Mein Beitrag zu Thema "Beiläufige Kommunikation" - zu finden in meinem Lernblog

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Geteilte Aufmerksamkeit

mario.antunovic.uni-linz, 25. März 2014, 21:22

Hier auch mein verspäteter Beitrag zum Thema "Beiläufige Kommunikation".

In meinem Blogbeitrag habe ich mich kurz mit Second Screen und der dadurch entstandenen geteilten Aufmerksamkeit auseinandergesetzt.

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